Wölwer übernimmt Staffelstab von Gawlitta

Pressemeldung - November 2017

Personalberatung dr. gawlitta (BDU) wird in erfahrene Hände übergeben. Dr. Dirk Wölwer tritt die Nachfolge von Dr. Wolfgang Gawlitta als Inhaber an. Bis Ende 2018 wird Wolfgang Gawlitta noch als Berater im Unternehmen aktiv sein und sich dann als Beirat betätigen.

„Ein solcher Schritt muss sehr gut überlegt sein, ist die Personalberatung, wie wir sie betreiben, doch ein sehr persönliches Geschäft. Hier sind über die Jahre enge Bindungen zu unseren Kunden gewachsen“, beginnt Dr. Wolfgang Gawlitta, Gründer der Personalberatung dr. gawlitta (BDU). „Und nicht nur der Schritt und das Timing, sondern besonders die Frage, an wen man sein Lebenswerk übergibt“, betont der national und international erfahrene Personalberater.

Deshalb haben es sich Wolfgang Gawlitta und Dirk Wölwer nicht leicht gemacht und sich gegenseitig „auf Herz und Nieren geprüft“. „Ich wollte sicher sein, dass er der richtige Nachfolger für die Leitung der dr. gawlitta (BDU) Personalberatung sein wird und zu unseren mittelständischen Kunden passt“, erläutert Gawlitta. „Nach 25 Jahren Berufs- und Branchenerfahrung war für mich vor allen Dingen die Perspektive Mittelstand wichtig: maßgeschneiderte und zukunftsweisende Beratung „auf Augenhöhe“ ist mir ein persönliches Anliegen“, so Wölwer.
Wölwer verfügt wie Gawlitta über umfangreiche Kenntnisse in der Personalberatung für den Mittelstand und ein Gefühl für die Kunden, also die Menschen auf beiden Seiten. Beide zeichnen hohe Professionalität und Fingerspitzengefühl im Umgang mit mittelständischen Entscheidern wie Kandidaten aus. Wölwer weiß um die Besonderheiten der mittelständischen Kunden, saß er zu Beginn seiner beruflichen Karriere  lange Zeit auf der anderen Seite des Schreibtisches. Unter anderem war er kaufmännischer Geschäftsführer in einem Unternehmen der Automatisierungs-, Steuer-, Regelungs- und Messtechnik mit angeschlossener Produktion.

„Wir sind beide der Meinung, dass es gerade im Mittelstand auf die Vorauswahl der geeigneten Bewerber ankommt“, betonen Gawlitta und Wölwer unisono. Und hier sind neben den fachlichen Voraussetzungen, die selbstverständlich gegeben sein müssen, die persönlichen Eigenschaften entscheidend.


„Und daran wird sich ganz sicher durch die Übergabe der Geschäftsführung an mich nichts ändern“, so Wölwer, der hierin ebenso wie Gawlitta ganz klar eine besondere Leistung der Personalberatung sieht.
„Das Gefühl für den passenden Kandidaten ist für unsere Kunden ein wichtiger Grund, uns zu beauftragen und nicht selber eine Stellenanzeige auf diversen Online-Portalen zu schalten. Sie vertrauen uns und wissen, wenn wir einen Bewerber präsentieren, haben wir diesen bereits im Vorfeld sorgfältig ausgewählt und geprüft“, erläutert Gawlitta. Und dazu gehört für den erfahrenen Personalberater, dass das familiäre Umfeld des Kandidaten bereits in die Gespräche im Vorfeld eingebunden wird, ergänzt Wölwer.
Und genau darum ist sich Gawlitta sicher, in Wölwer den geeigneten Nachfolger gefunden zu haben. „Lebensläufe und Karrieren sind im Mittelstand schlichtweg anders,“ erläutert Wölwer. „Hier muss man hinter die Kulissen schauen “, bringt es der Betriebswirt auf den Punkt. Er muss es wissen, absolvierte er sowohl sein Zusatzstudium Human Ressource Management an der Ruhruniversität Bochum als auch das sich anschließende Promotionsstudium an der Universität Wuppertal in Regelstudienzeit nebenberuflich.

Der leidenschaftliche Personalberater macht noch einmal deutlich, dass man sich  selbstverständlich nach der Übergabe als Botschafter des Kunden betrachtet, für den man eine positive „Arbeitgebermarke“ schafft. „Warum sollte sich das durch mich ändern? Es sind unsere besonderen Werte, die das Vertrauensverhältnis zu unseren Kunden seit 25 Jahren prägen“, fasst der neue Inhaber von dr. gawlitta (BDU) zusammen. Viele Kunden werden bereits über zwei Generationen betreut.

Wer ist hier der Boss?

Bei den vor allem rund um die 1990er-Jahre Geborenen spricht man gerne von der „Generation Y“, von einer Generation also, die bereits mit dem Internet, Social Media und Smartphones aufgewachsen ist. Dr. Wolfgang Gawlitta, Personalberater und Mitglied im Bundesverband Deutscher Unternehmensberater e. V. (BDU) in Bonn, hält jedoch nicht viel von dieser Klassifikation. Zwar haben sich in den letzten Jahrzehnten vor allem die technologischen und kommunikativen Rahmenbedingungen stark verändert, aber natürlich sei die „Generation Y“ − wie jede andere vor ihr − in sich sehr heterogen, was etwa das soziale Umfeld, die Herkunft oder den Bildungsstand angeht.

Nun widmen sich Dr. Wolfgang Gawlitta und der BDU in ihren Aktivitäten vornehmlich den aktuellen und zukünftigen Spitzenkräften in Deutschlands Unternehmen. Schon ein Blick nach Italien oder Spanien macht jedoch deutlich, in welch komfortabler Situation sich die künftige Elite hierzulande befindet. Dort heißt es oft mit über 30 noch „Hotel Mama“, während hier schon früh Karrierepläne geschmiedet werden können. Verantwortlich hierfür sind der anhaltende Wirtschaftsboom sowie die mit den geburtenschwachen Jahrgängen sinkende Zahl an Erwerbstätigen. In der Folge kann die heutige Studentengeneration höhere Ansprüche an den künftigen Beruf stellen als die Jahrgänge vor ihr. Und das tut sie mit Nachdruck.

Gawlitta ist neben seiner Tätigkeit als Personalberater für den Mittelstand auch Lehrbeauftragter an der Hochschule Bonn-Rhein/Sieg. Er kennt die studierende Generation daher aus erster Hand: „Den jungen Menschen ist klar, dass wir uns vom Arbeitgeber- immer weiter in Richtung Bewerbermarkt entwickeln. Damit geht einher, dass die Forderungen nach einem gewissen Wertekonsens und der optimalen Vereinbarkeit von Berufs- und Privatleben immer lauter werden. Im Hinblick auf Lebensqualität und Wohlbefinden ist diese Entwicklung sicherlich positiv zu bewerten.“

Natürlich sollte die jeweilige Gehaltsvorstellung erfüllt werden, aber der aktuellen Studentengeneration geht es nicht allein ums Geld. Vielmehr dreht sich bei den 20- bis 30-Jährigen fast alles um Perspektiven und Werte, um die bestmögliche Work-Life-Balance, um die persönliche Weiterentwicklung und die individuelle Selbstverwirklichung. Schnelle Aufstiegschancen werden genauso gern gesehen wie ein internationales Arbeitsumfeld, konstruktive Teamarbeit und flache Hierarchien. Ein Berufseinstieg auf der untersten Sprosse der Karriereleiter ist für viele Studierende undenkbar.

An Fleiß und Ehrgeiz mangelt es der jungen Generation dabei nicht. Nur kommt es nicht mehr allein auf das Was, sondern auf das Wie an, wenn es um die Verwirklichung der beruflichen Träume im perfekten Einklang mit den privaten Interessen geht. Ohne angemessene Angebote werden es Arbeitgeber künftig schwer haben, die besten und geeignetsten Führungskräfte anzuwerben. Im Umkehrschluss heißt das: Wer heute studiert und dabei gut abschneidet, hat morgen beste Karten beim Vorstellungsgespräch und eher die Qual der Wahl als eine mühsame Arbeitsplatzsuche vor sich. Selbst attraktive Arbeitgeber in ländlichen Regionen abseits der Großstädte haben heute schon darunter zu leiden, dass kaum jemand wegen des Jobs von Köln in den Schwarzwald oder von Hamburg ins Erzgebirge ziehen möchte.

Für die jungen Bewerber spielen auch gelebte Unternehmenswerte eine immer wichtigere Rolle. Ohne eine klare Compliance läuft in den Konzernen nichts mehr. Vor allem Aspekten wie Nachhaltigkeit, Fairness, Gleichberechtigung, kommunikative Offenheit und gegenseitige Wertschätzung kommt eine große Bedeutung zu. Wer mit diesen Werten bricht, steht allein aufgrund der öffentlichen Wahrnehmung schnell am Pranger, wie es etwa die Dieselgate-Affäre bei VW eindrucksvoll zeigt.

In diesem Zusammenhang klingt es fast paradox, dass den multinationalen Großkonzernen in Sachen Work-Life-Balance von der jungen Generation mehr Kompetenz eingeräumt wird als dem traditionellen Mittelstand. Denn prinzipiell kann ein kleineres Unternehmen natürlich flexibler und individueller auf die Bedürfnisse seiner Mitarbeiter eingehen als ein Global Player mit seinem riesigen Verwaltungsapparat. Hier scheint es zumindest noch ein großes „Kommunikationsloch“ zu geben, das es zu schließen gilt, wenn der Mittelstand die Topkräfte von morgen an sich binden will.

Quelle: Frank Brehm im Bonner-General Anzeiger vom 25.04.2017